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Wenn die Arbeit auf der Straße lebt

Leipzigs Streetworker versuchen, Jugendliche im freien Fall aufzufangen

Sie verstehen sich als eine Art soziale Ingenieure, bauen Brücken zu jungen Menschen, die nicht mehr so einfach zu erreichen sind: Straßensozialarbeiter oder Streetworker. In Leipzig tragen etwa 35 Frauen und Männer dazu bei, dass der soziale Frieden erhalten bleibt. Zehn Kollegen kümmern sich im Auftrag der Stadt um ihre Klientel: Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren, in deren Lebensläufen Straßen- und Drogenkarrieren, Delinquenz, Gewalt und Vernachlässigung stehen.

Straßensozialarbeit Leipzig in Leipziger Volkszeitung, 28./29. Dezember 2013, Seite 17

Streetwork in der Eisenbahnstraße: Sozialarbeiterin Heike Strobel (links) sieht Praktikant Dennis Dignat (Mitte) zu, der Klamotten mit Besucherin Sabine aussucht.
Foto: Andreas Döring

Es dauert, bis Sara H.* auftaut. “Ich bin seit Ostern 2010 in der Stadt”, beginnt die 21-Jährige vorsichtig, “davor habe ich in Dresden und Nürnberg gelebt.” Zum Teil auf der Straße. Heute wohnt Sara mit ihrem Freund zusammen, holt ihre Mittlere Reife nach und nimmt keine Drogen. Stigmatisiert wird sie trotzdem. “Weil ich gepierct bin und Zotteln habe.” Die junge Frau deutet auf ihre Filzlocken. Damit sticht sie auch aus dem Publikum um sie herum heraus.

Eine Handvoll Klienten sitzt in der Kontakt- und Beratungsstelle Eisenbahnstraße, Hausnummer 11, auf der Couch, wäscht Wäsche oder durchkämmt das Regal, in dem sich Kleiderspenden stapeln. “Es ist eine Anlaufstelle für jeden”, kommentiert Weiterlesen

Heilsarmee kurbelt Spenden an

Unsere Mitglieder aus dem Domizil e. V. in ehrenamtlicher Mission für die Heilsarmee in Chemnitz:

Heilsarmee kurbelt Spenden an

Drei Streetworker/-innen des Chemnitzer Doimizil e. V. für die Heilsarmee

Foto: Sven Gleisberg

Egal ob es schneit, stürmt oder nasskalt vom Himmel nieselt – die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Freunde der Chemnitzer Heilsarmee sind auch in diesem Jahr wieder vor der Galeria Kaufhof anzutreffen. Dort entlocken sie ihrer altehrwürdigen Drehorgel stimmungsvolle Musik und sammeln gleichzeitig Spenden für das bevorstehende Weihnachtsfest. “Es gibt in unserer Stadt – gerade an Weihnachten – viele einsame Menschen. Deshalb sind wir da und öffnen die Türen der Heilsarmee an der Horst-Menzel-Straße 5 an allen drei Weihnachtstagen von früh bis spät”, sagt Heilsarmee-Kapitän Carsten Dax. “Wir stellen unsere Räume und vor allem unsere Zeit zur Verfügung, damit an den Festtagen niemand alleine sein muss. Ohne finanzielle Unterstützung ist dies nicht möglich.”

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Jugendhilfetag Landkreis Zwickau: Kritik an Sozial-Sparkurs

Jugendhilfetag Zwickau 2013Am 13. November 2013 fand der Jugendhilfetag des Landkreises Zwickau zum Thema „Prävention versus Intervention“ statt, auf welchem unser Bildungsreferent Tom Küchler als Podiumsgast vertreten war. Die Freie Presse schrieb im Nachgang:

»Scharfe Worte und Applaus von vielen der etwa 150 Gäste des Jugendhilfetages gab es während des Expertengesprächs für Kritik am Sparkurs in der Sozialarbeit. Tom Küchler vom Landesarbeitskreis „Mobile Sozialarbeit“ [richtig: Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V. – d. A.] kritisierte in der Lindenschule in Crimmitschau den Abbau der sogenannten freiwilligen Leistungen. „Das System ist momentan total kaputt“, sagte Küchler.« (Quelle: Freie Presse: “Kritik an Sozial-Sparkurs” abgerufen am 19.11.2013)

Weiterhin nahm Tom Küchler eine kritische Perspektive zum Präventionskonzept in der Jugendarbeit ein: Prävention ist keine Jugendarbeit! Wenn Jugendarbeit unreflektiert den Präventionsgedanken übernimmt, wird sie zum „Knecht staatlicher und kommunaler Jugendkontrolle“. (vgl. Benedikt Sturzenhecker in Sozialmagazin Heft 1/2000)

Der Deutsche Bundesjugendring fordert: Rechtsanspruch auf Jugendarbeit verwirklichen!

Der Deutsche Bundesjugendring hat auf seiner Vollversammlung am 28. Oktober 2013 einstimmig die Umsetzung des Rechtsanspruchs aus dem § 11 Jugendhilfe des SGB VIII (KJHG) gefordert:

Position Rrechtsanspruch § 11 SGBVIIIEs besteht ein Rechtsanspruch auf Jugendarbeit dem Grunde nach. Das stellt eine Expertise von Professor Dr. Reinhard Wiesner und Professor Dr. Christian Bernzen fest. Der Deutsche Bundesjugendring fordert nun die Umsetzung der Rechtsansprüche aus dem Achten Sozialgesetzbuch.

Zugleich kritisiert der DBJR, dass Kürzungen bei Angeboten der Jugendarbeit und der Jugendverbände oft mit einer prekären Haushaltslage begründet werden. „Der Staat wird hier seiner gesetzlich verbrieften Verantwortung nicht mehr gerecht. Nicht die Haushaltslage, sondern Bedarfe müssen Grundlage der Förderung sein“ Weiterlesen

Dokumentation des sächsischen Streetworktreffens 2013 ist online

Doku SWT 2013Vom 10. bis 12. September trafen sich die Projekte – und vor allem die Menschen! – der Mobilen Jugendarbeit / Streetwork im Gut Frohberg: entstanden sind viele interessante Gespräche, Ideen, Workshops und 59 Seiten Dokumentation.

Fachliche Standards Mobile Jugendarbeit / Streetwork in Sachsen 2013

fachstandards2013_mja-sachsenWir präsentieren stolz: Die Fachlichen Standards Mobile Jugendarbeit / Streetwork in Sachsen 2013 – beschlossen auf der Mitgliederversammlung des LAK MJA Sachsen am 12. September 2013.

Und noch eine gute Nachricht: die Orientierungshilfe zur Mobilen Jugendarbeit im Freistaat Sachsen (verabschiedet vom Landesjugendhilfeausschuss in 2000) wird unter unserer Beteiligung ebenfalls aktualisiert.

Dokumentation Profilschärfungsprozess ist komplett verfügbar

Dokumentation Profilschärfungsprozess LAK MJA Sachsen mit AnhangDas Resultat des Profilschärfungsprozesses im LAK MJA Sachsen liegt als komplette Datei (PDF: 5,5MB) vor. Wir wünschen Erkenntnisgewinn beim Lesen!

Teaser: »Der Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V. hat seit Ende 2010 einen intensiv geführten Profilschärfungsprozess initiiert. Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit dem Profil des Arbeitsfeldes war die starke Unsicherheit bzgl. der Finanzierung der landesweiten Träger der Jugendhilfe in Sachsen und die drastische Kürzung der Jugendpauschale, die direkte negative Auswirkung auf die Förderung der Projekte vor Ort hatte. Dieser Prozess wurde Profilschärfung benannt, da das Arbeitsfeld…«

(Ein Anzeigeprogramm gibt es z. B. bei Adobe Systems GmbH.)

Sachbericht Profilschärfungsprozess ist online

Sachbericht Profilschärfungsprozess LAK MJA SachsenDie Kurzversion der Dokumentation des Profilschärfungsprozesses im LAK MJA Sachsen (PDF, 579KB) ist online. Die Komplettversion mit allen Anhängen macht uns noch technische Schwierigkeiten hinsichtlich der Dateigröße (>60MB) – aber wir schaffen das. ;)

Link

Der Abschlussbericht FaMJA steht als Volltext zum Download bereit: Abschlussbericht zum Praxisforschungsprojekt “FaMJA – Das System Familie in der Mobilen Jugendarbeit” (PDF, 944kB).

Abschlussbericht zum Praxisforschungsprojekt FaMJA – Das System Familie in der Mobilen JugendarbeitAuszug: Mobile Jugendarbeit (MJA) hat sich nach ihrem Selbstverständnis immer am Bedarf orientiert. Der Bedarf unterliegt, wie alle gesellschaftlichen Phänomene, einer Veränderung. Über viele Jahre hinweg gehörte es zu den Grundsätzen der MJA, dass sie sich parteiisch für junge Menschen einsetzt, die aus verschiedenen Gründen von den klassischen Einrichtungen der Jugendarbeit nicht erreicht werden. Diese Jugendlichen werden zu Adressat_innen Mobiler Jugendarbeit. Die Leitidee Parteilichkeit für die jugendlichen Adressat_innen soll ihre Position stärken und sie fit machen, mit den Erwartungen und Handlungszwängen sowohl der Herkunftsfamilie als auch der Gesellschaft besser umzugehen. Die Parteilichkeit verleiht den Adressat_innen eine Stimme, die für sie eintritt, ohne zu bevormunden oder erziehen zu wollen. Freiwillig suchen die Adressat_innen zu einer Fachkraft der MJA Kontakt, damit sie sich in der Gesellschaft entfalten können. […]

Die Kurzversion (PDF, 408kB) der Handlungsempfehlungen findet ihr hier: Broschüre Handlungsemfehlungen FaMJA.

Quelle: Leipziger Volkszeitung/Muldentalzeitung, Montag, 19. August 2013 · Seite 25

Jugendklub bleibt die Jugend weg

Leiterin des Freizeittreffs Bennewitz plädiert für neue Konzepte

Bennewitz. Eigentlich hatte der Jugend- und Freizeittreff Bennewitz im Rahmen der Sommerferienspiele vergangene Woche eingeladen, mit Farbe und Pinsel lohnende Motive in Bennewitz und seinen Ortsteilen im Bild festzuhalten. Doch die kleinen Künstler suchte man vergeblich. Jugendhausleiterin Mandy Rönckendorf musste die Veranstaltung mangels Beteiligung abblasen. Kein Einzelfall. Allerdings: “So krass war es noch nie.”

Der erst vor elf Jahren gebaute Treff in der Leipziger Straße, gedacht als Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche zwischen neun und 24, ist noch immer top, außen wie innen, und doch kommen immer weniger aus der angepeilten Zielgruppe hierher. “Als wir 2002 anfingen, Weiterlesen