Aktualisierung der Standards auf Bundesebene

Hallo Kolleginnen und Kollegen,

auf diesem Wege möchten wir gemeinsam an der Aktualisierung der Fachstandards der BAG arbeiten.

Plan ist es dieses Dokument bis zum OBST Streetworktreffen am 15.05.2017 online zu kommentieren. Zum Treffen selbst wird sich ein Workshop diesen Kommentaren annehmen und ggf. einarbeiten bzw. verschiedene Versionen erneut online zur Abstimmung bereitstellen. Diese zweite online Kommentierrunde wird zum BAG Streetworktreffen am 04.09.2017 beendet sein. Auf dieser Tagung wird dann beraten, wie wir zu einem abstimmungsfähigen Ergebnis für die Wintertagung 2018 kommen.

Um an der Online-Kommentierung teilzunehmen folgt bitte diesem Link:

https://docs.google.com/document/d/1HyOjwwJcxoDUG3kInfqrG1nKVI2LGpClUXTStCgjFXo/edit

Dokumentation des Sächsischen Streetworktreffens 2016 „mja…passt!“

Die Dokumentation des Sächsischen Streetworktreffens 2016  „mja…passt!“ auf Gut Frohberg steht als PDF (ca. 5 MB) zum Download hier bereit: mja…passt_Doku

Der „Corax – Fachmagazin für Kinder – und Jugendarbeit in Sachsen“ veröffentlichte in der Ausgabe C 6 auch eine Zusammenfassung: MJA_ Corax_C6_16

Artikel im Leipziger Amtsblatt anlässlich 25 Jahre Streetwork in Leipzig

Ihr Arbeitsort ist die Straße. Hier treffen Streetworker Menschen mit Alkohol- und anderen Drogenproblemen, die wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Das kann am Hauptbahnhof sein, vor der Kaufhalle, in der Grünanlage oder einfach an der nächsten Straßenecke. Dorothee Zickermann und Eike Bösing sind zwei von ihnen, bilden mit Markus Hörold das Team „Wohnen“ im Projekt Safe beim Suchtzentrum Leipzig. Das Amtsblatt war mit ihnen unterwegs.

Hier den Artikel komplett lesen: abl_s03-1-1

Arbeitsstand zur Handlungsempfehlung zum Umgang mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in der Mobilen Jugendarbeit/ Streetwork

Dieses Diskussionspapier ist die Grundlage für eine Empfehlung des LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V. zur Arbeit und persönlichen Grenzsetzung im Umgang mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) in den verschiedenen Arbeitsfeldern Mobiler Jugendarbeit/ Streetwork. Vorab werden relevante Begriffe erklärt und von anderen abgegrenzt. Dabei wird vom LAK MJA Sachsen e.V. zu verschiedenen Modellen und Konzepten Position bezogen und der Geltungsbereich dieser Ausarbeitung näher beschrieben.

Im Anschluss werden die Rahmenbedingungen genannt, unter denen die Handlungsempfehlungen gelten.

Download hier: Handlungsempfehlung GMF in der MJA

Corax: Neuen Herausforderungen mit bewährten Konzepten begegnen

Simone Stüber und Reiko Fitzke haben im Corax 01/2016 veröffentlicht:

„Back to the roots“
Neuen Herausforderungen mit bewährten Konzepten begegnen
Mobile Jugendarbeit / Streetwork in der Migrationsgesellschaft

Der Artikel steht hier zum Download (PDF: 5,9MB) zur Verfügung.

Beitrag im „forum kriminalprävention“

forum kriminalprävention – 4/2015 Oktober-Dezember 2015

Wirkungsstärke in heißer Praxis

Mobile Jugendarbeit/Streetwork ist integrativ, inklusiv und demokratiebildend
Dieter Wolfer

Im Arbeitsfeld „Mobile Jugendarbeit/Streetwork“ werden derzeit Europa-, Bundes- und Landesfachstandards erneuert und verabschiedet. Hieraus ergeben sich ergänzende Ansätze, Methoden, Möglichkeiten und Aufgaben für die aufsuchende Soziale Arbeit. Der Beitrag beleuchtet die Anfänge von Straßensozialarbeit und Straßensozialpädagogik, reflektiert und verbindet sie mit aktuellen Herausforderungen. Mobile Jugendarbeit/Streetwork ist wirkungsorientierte und zukunftsgestaltende Integrationsbegleitung, Inklusionspädagogik, Krisenbewältigung, Prävention, außerschulische Bildung und Demokratieerziehung.

Den vollständigen Text Wirkungsstärke in heißer Praxis können Sie als PDF (304kB) herunterladen.

Quelle: http://www.forum-kriminalpraevention.de/streetwork.html

Stellungnahme des LAK MJA Sachsen e. V. zur den Anforderungen im Bereich Migration und Flucht

Die aktuelle Einwanderungsbewegung und die damit einhergehenden Veränderungen in den Kommunen und Landkreisen beeinflussen zunehmend den Arbeitsalltag der Projekte der Mobilen Jugendarbeit/Streetwork in Sachsen.

Die Gespräche mit den Adressat_innen im Streetwork, während Gruppen- oder Büroöffnungszeiten und in anderen Beratungszusammenhängen bewegen sich thematisch häufig um den Bereich „Flucht, Asyl in Deutschland und Integration von Asylsuchenden“. Durch die Errichtung von Notunterkünften, Aus- und Umbau von Gebäuden zur Nutzung und den Zuzug in Wohnungen durch Asylsuchende wird der Sozialraum beeinflusst. Auf der einen Seite gibt es eine Welle der Hilfsbereitschaft und Unterstützung für die Zuflucht suchenden Menschen. Auf der anderen Seite werden soziale Medien und das Gemeinwesen genutzt, um Menschen zu mobilisieren „Widerstand“ zu leisten und Proteste vor den Unterkünften zu organisieren.

Mobile Jugendarbeit/Streetwork muss sich, wie alle Akteure im Sozialraum, mit diesen Themen auseinander setzen.

Dabei können die Fachkräfte der Mobilen Jugendarbeit/Streetwork jederzeit auf die aktuellen Fachstandards1 des LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V. zurückgreifen. Diese geben Orientierung in der Arbeit mit Adressat_innen, deren Bedarfe, Ansichten und Meinungen sich durch den Wandel im Sozialraum verändern, aber auch in der Arbeit mit den Geflüchteten, die sich im Sozialraum bewegen. Grundlegende Bedeutung hat dabei das in den Fachstandards formulierte Grundverständnis:

Das im Grundgesetz garantierte Recht auf ein menschenwürdiges Dasein und das dort verankerte Sozialstaatsprinzip bilden die Grundlage für das berufliche Handeln im Tätigkeitsfeld Mobile Jugendarbeit/Streetwork.

Das dem Arbeitsfeld zugrunde liegende Menschenbild basiert auf den ethischen Grundsätzen der menschlichen Würde und der Gleichheit aller Menschen. Ausgehend von der Tatsache, dass die Partizipations­möglichkeiten von jungen Menschen im gesamtgesellschaftlichen Kontext oft begrenzt sind, handeln die im Arbeitsfeld Mobile Jugendarbeit/Streetwork tätigen Fachkräfte im Verständnis einer parteilichen Interessenvertretung für benachteiligte und von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgegrenzte sowie sich selbst ausgrenzende junge Menschen2.

Wesentliche Merkmale Mobiler Jugendarbeit/Streetwork sind eine hohe Flexibilität und die Parteilichkeit für die Rechte junger Menschen – egal welcher Herkunft. Offensichtlich deswegen wird in manchen Gemeinden ein verstärkter Einsatz für Zufluchtsuchende, z. T. direkt in den Unterkünften, erwartet oder die Projekte begeben sich selbst in die Rolle, entstandene Versorgungslücken zu füllen. Auch wenn dies kurzfristig nötig und sinnvoll erscheint, ist das als mittel- oder langfristige Lösung abzulehnen. Das Wirkungspotenzial von Mobiler Jugendarbeit/Streetwork kann sich unter den temporär angelegten Bedingungen der Notunterkünfte nicht entfalten.

Das Konzept beinhaltet notwendiger Weise die Handlungsfelder Streetwork, Gemeinwesenarbeit, gruppenbezogene Arbeit und Einzelarbeit. Eine situative Gewichtung dieser Leistungen ist regelmäßig bedarfsgerecht vorzunehmen. Handlungsleitend sind jedoch die Bedarfe im Sozialraum. Primäre Aufgabe ist, im Gemeinwesen präsent zu sein, den Sozialraum zu kennen, Veränderungen wahrzunehmen und adäquat darauf zu reagieren. Hilfreich ist dabei ein Blick auf die Zielgruppe der Mobilen Jugendarbeit/Streetwork: „junge Menschen in ihren selbstgewählten Gruppenstrukturen unabhängig von ihren Themen und subkulturellen Verankerungen. Dabei konzentriert sich Mobile Jugendarbeit vorrangig auf diejenigen, welche von einrichtungszentrierten Angeboten der Jugend- und Jugendsozialarbeit nicht erreicht werden, diese ablehnen bzw. nicht erreichen können3.“ Der Ansatz der Mobilen Jugendarbeit ist flexibel und hat das Potenzial, Impulse zu setzen, zu agieren und anzustoßen, ohne außerhalb des Handlungsansatzes zu agieren.

Der LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V. ist im beständigen Dialog mit den Praktiker_innen und gibt wahrgenommene Herausforderungen sowie Veränderungen an Landespolitik und Verwaltung weiter. Eine wesentliche Funktion des LAK ist, den der Raum für die fachliche Reflexion zu schaffen und im Ergebnis die Entwicklung bedarfsgerechter Weiterbildungsmaßnahmen.

LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V.
November 2015


1) Fachliche Standards Mobile Jugendarbeit/Streetwork – LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V. 2013
2) Artikel 1 GG und Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948)
3) Ursache dafür sind infrastrukturelle Defizite. Die Angebote sind zu weit entfernt oder nicht vorhanden.


Download Stellungnahme Zufluchtsuchende (PDF, 50KB)

Orientierungshilfe zur Mobilen Jugendarbeit in Sachsen 2015

Am 1.07.2015 beschloss der Landesjugendhilfeausschuß die überarbeitete „Orientierungshilfe zur Mobilen Jugendarbeit in Sachsen“

Diese ist nun hier auf unserer Seite als .pdf abrufbar.

Orientierungshilfe MJA 2015

Zur Beschreibung lassen wir gerne die Worte von Sachsen.de stehen:

„Auseinandersetzung mit Biografieverläufen und Lebenswelten junger Menschen wird Mobile Jugendarbeit als komplexer und flexibler Handlungsansatz der Jugendhilfe mit ihren infrastrukturellen Aufgaben auch weiterhin unverzichtbarer Bestandteil der Jugendhilfe in Sachsen bleiben.

Dabei verbindet Mobile Jugendarbeit in der Leistungsorientierung schwerpunktmäßig die §§ 11 und 13 SGB VIII und bündelt darüber hinaus verschiedene Methoden sozialer Arbeit.“

forum kriminalprävention: Soziale Arbeit mit ideologisierten jungen Menschen

30. bundesweite Streetworktagung diskutiert komplexe neue Entwicklungen
Frank Dölker, Johanna Wagner & Dieter Wolfer

Die diesjährige Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Streetwork/Mobile Jugendarbeit widmete sich vom 7.9. bis 10.9.2015 in Eisenach dem sehr komplexen Thema „Radikalisierung junger Menschen“. Organisiert von der Bundesakademie für Kirche und Diakonie, zeigte die Tagung, dass Demokratieerziehung sehr früh über Beziehungsarbeit anzubieten ist. Streetwork/Mobile Jugendarbeit ist mehr als ständige außerschulische Bildung in der Lebensrealität junger Menschen, sie ist eine aufsuchende hoch qualifizierte Sozialarbeit, die parteilich und anwaltschaftlich Einzelne begleitet, Gruppen und Szenen betreut, im Gemeinwesen wirkt, Defizite aufzeigt und Lösungen mit der Beteiligung von (jungen) Menschen entwickelt.


Die Langfassung des Artikels finden Sie in der Zeitschrift: forum kriminalprävention – 03/2015 Juli-September 2015