Orientierungshilfe zur Mobilen Jugendarbeit in Sachsen 2015

Am 1.07.2015 beschloss der Landesjugendhilfeausschuß die überarbeitete “Orientierungshilfe zur Mobilen Jugendarbeit in Sachsen”

Diese ist nun hier auf unserer Seite als .pdf abrufbar.

Orientierungshilfe MJA 2015

Zur Beschreibung lassen wir gerne die Worte von Sachsen.de stehen:

“Auseinandersetzung mit Biografieverläufen und Lebenswelten junger Menschen wird Mobile Jugendarbeit als komplexer und flexibler Handlungsansatz der Jugendhilfe mit ihren infrastrukturellen Aufgaben auch weiterhin unverzichtbarer Bestandteil der Jugendhilfe in Sachsen bleiben.

Dabei verbindet Mobile Jugendarbeit in der Leistungsorientierung schwerpunktmäßig die §§ 11 und 13 SGB VIII und bündelt darüber hinaus verschiedene Methoden sozialer Arbeit.”

forum kriminalprävention: Soziale Arbeit mit ideologisierten jungen Menschen

30. bundesweite Streetworktagung diskutiert komplexe neue Entwicklungen
Frank Dölker, Johanna Wagner & Dieter Wolfer

Die diesjährige Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Streetwork/Mobile Jugendarbeit widmete sich vom 7.9. bis 10.9.2015 in Eisenach dem sehr komplexen Thema „Radikalisierung junger Menschen“. Organisiert von der Bundesakademie für Kirche und Diakonie, zeigte die Tagung, dass Demokratieerziehung sehr früh über Beziehungsarbeit anzubieten ist. Streetwork/Mobile Jugendarbeit ist mehr als ständige außerschulische Bildung in der Lebensrealität junger Menschen, sie ist eine aufsuchende hoch qualifizierte Sozialarbeit, die parteilich und anwaltschaftlich Einzelne begleitet, Gruppen und Szenen betreut, im Gemeinwesen wirkt, Defizite aufzeigt und Lösungen mit der Beteiligung von (jungen) Menschen entwickelt.


Die Langfassung des Artikels finden Sie in der Zeitschrift: forum kriminalprävention – 03/2015 Juli-September 2015

Memorandum Jugendhilfe – Bündnis Kinder- und Jugendhilfe

Eine Initiative für ein wieder mehr an Professionalität in der Jugendhilfe, ein zurück zu ihrem angedachten Angebots- und Leistungscharakter, jugendhilfliches Handeln ausgehend von den Bedürfnissen und Bedarfen der Adressaten und den Mut auch andere Kriterien anzulegen als ökonomische.

Unterstützenswert.

“Das, was in der Kinder- und Jugendhilfe derzeit passiert, wird von der (Fach)-Öffentlichkeit kaum zur Kenntnis genommen. Deshalb ist es aus unserer Sicht wichtig, alle kritischen Kräfte auf diese Entwicklungen aufmerksam zu machen und zur Gegenwehr aufzurufen.”

Link zum  Bündnis Kinder- und Jugendhilfe – für Professionalität und Parteilichkeit:

https://memorandumjugendhilfe.wordpress.com/

Abschied von Gerhard Fuchslocher

Lieber Gerhard,

Gerhard_Fuchslocherdu hast nicht an Wunder geglaubt, eher, nein nicht eher, sondern ausschließlich an die Selbstbestimmtheit des Individiums. Doch dieses eine mal hätten wir gern an ein Wunder geglaubt. Nun, auch jetzt hast Du recht, es gibt keine Wunder. Obwohl, recht haben wolltest du auch nie. Du wolltest überzeugen, die Menschen mitnehmen, sie mit ihren eigenen Argumenten provozieren. Nicht immer auf Kompromisse aus aber immer auf das Verstehen Deines Gegenübers.

„Verstehen kann man vieles jedoch aktzeptieren muss man es noch lange nicht.“ Vielleicht war das einer Deiner Gedanken nach denen Du Dein Leben ausgerichtet hast. Auf alle Fälle war es eine Deiner Maxime, die Du uns im Rahmen der Mobilen Jugendarbeit immer wieder versucht hast, zu vermitteln. Das war nicht immer bequem, mitunter sogar unbequem und machmal auch gegen den sozialpädagogischen Mainstream. Du hast uns nicht nur einmal provoziert, genervt mit scheinbar „sozialistischen“ Gedanken, wo wir gerade den Sozialismus zum Teufel gejagt hatten und hast dann verschmitzt in der Ecke gesessen als wir merkten, dass Deine Idee von Gemeinwesenarbeit so ganz und gar nichts mit dem zu tun hatte was wir 1990 mit der ersten demokratischen Wahl in der DDR abgewählt hatten.

Zuhören, Nachfragen, Verstehen wollen und Veränderungen im Kopf anregen, dass waren Deine Stärken und so hast Du den Aufbau der Mobilen Jugendarbeit in Sachsen nicht unwesentlich beeinflusst und letztendlich mit geprägt. Du hast dabei Dein Gegenüber nie außer Acht gelassen, immer mitgenommen auf Deine visionären Reisen.

Lieber Gerhard, wir sind gern mit Dir gefahren, manchmal auch kurvenreiche Strecken, jetzt ist zwar unsere gemeinsame Fahrt zu Ende, die Reise mit Deinen Gedanken und Ideen im Gepäck aber noch langen nicht.

LAK Mobille Jugendarbeit Sachsen e. V.
im Namen aller Mitglieder und Freunde der Mobilen Jugendarbeit in Sachsen

Chemnitz, 3. Juli 2015

Dokumentation Werkstatt “Hybride Streetwork”

Hybride Streetwork – Mobile Jugendarbeit in Bewegung

Der Werkstatt „Hybride Streetwork“, ging eine Diskussion von Fachleuten voraus, geschürt von der Beobachtung, dass:

  • sich Zugänge zu jungen Menschen und ebenso Arbeitsweisen mit diesen verändert (vielmehr erschwert) haben

  • und daran anschließend die Frage, ob es überhaupt noch „ausreichenden“ Bedarf an Mobiler Jugendarbeit gibt? Beziehungsweise abgeschwächter, inwiefern sich Mobile Jugendarbeit veränderten Zugängen, Bedarfen, Zielgruppen und aktuellen Herausforderungen stellen kann und muss.

Auftakt intensiverer Diskussionen war der Workshop „Aufwachsen in der mixed reality – Herausforderungen für eine hybride Streetwork“ von Johannes Brock zum LAK Treffen im vergangen Jahr.

http://www.mja-sachsen.de/wp-content/uploads/2013/06/LAK_MJA_Sachsen_Dokumentation_Streetworktreffen_2014.pdf

Die folgende Fachdiskussion, unter dem Arbeitstitel „Hybride Streetwork“, mündete in der Erkenntnis, dass es einerseits einen Abgleich zu den gemachten Beobachtungen, Vermutungen und Diskussionen geben muss und dringend eine Fachdiskussion zu aktuellen Trends und Entwicklungen von Jugend und weitergehend eine Weiterentwicklung Mobiler Jugendarbeit geben muss.

Die Werkstatt „Hybride Streetwork“ wurde eingeleitet von einem Vortrag von Johannes Brock, welcher in drei Workshop´s unter den Themen „Orte und Räume“, „Identitäten“ und „Unsichtbare Jugend“ mündete. Neben Fachaustausch, mit dem Fokus auf „best practise“ – Erfahrungen, wurden zentrale Fragestellungen erarbeitet. Als Ergebnis der Veranstaltung kann festgehalten werden, dass einerseits die bereits geführten Diskussionen auf „fruchtbaren Boden“ bei den Teilnehmer/-innen fielen und damit ein Bedarf an Diskussion und Weiterentwicklung bei den Mitarbeiter/-innen Mobiler Jugendarbeit vorausgesetzt werden kann. Und gleichzeitig fachliche Diskussionen angestoßen wurden, die Mobile Jugendarbeit weiterentwickeln kann. Unter dem Arbeitstitel „Hybride Streetwork“ wird vertiefend an den erarbeiten Fragestellungen und Themeninhalten weitergearbeitet, geforscht und diskutiert.

hier findet ihr die Zusammenfassung der Ergebnisse des Arbeitstreffens:

Doku.HybrideWerkstatt

Diese Veranstaltung sagen wir hiermit ab. Wir hatten bis gestern zwei/drei Anmel…

Diese Veranstaltung sagen wir hiermit ab.
Wir hatten bis gestern zwei/drei Anmeldungen.
Wir rufen die Praktiker*innen im Arbeitsfeld auf, die Kommentarfunktion unter diesem Post zu nutzen, um uns ein Feedback zugeben – zu wenig Werbung? uninteressantes Thema? Thema mit geringerer Priorität? Falscher Ort? Falsche Personen? Nicht nachvollziehbare Inhalte? … Kritik bringt weiter.

ein voller Tag steht vor uns:10:00 Uhr Vorstandstreffen14:00 Uhr Mitgliederver…

ein voller Tag steht vor uns:
10:00 Uhr Vorstandstreffen
14:00 Uhr Mitgliederversammlung mit einer reichhaltigen Tagesordung
und am Abend gibt es ein Auswertungstreffen zur Werkstatt “Hybride Streetwork”. Die Ergebnisse sind zusammengefasst und werden diese Woche veröffentlicht.
Alle, die heute nicht vor Ort sein werden, seine freundlich gegrüßt, alle anderen werden fröhlich erwartet.
Profile Pictures