Stellungnahme des LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V. zur Novellierung des sächsischen Polizeigesetzes

Der LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V. ist der Fachverband für das sozialpädagogische Arbeitsfeld von Mobiler Jugendarbeit und Streetwork. Wir bieten den Fachkräften in den Projekten Fach- und Praxisberatung an,organisieren Praktiker*innentreffen, Fachtage und bedarfsgerechte Weiterbildungen und betreiben kommunale und landesweite Lobbyarbeit für das Arbeitsfeld der aufsuchenden Jugendarbeit. Die Leistungen unseres Fachverbandes orientieren sich am § 1 des SGB VIII, in dem Sinne, Fachkräfte dabei zu unterstützen, dass sie jungen Menschen bei der Entwicklung individueller Lebensperspektiven zur Seite stehen können. Aus dieser Position heraus sehen wir, Vorstand und Geschäftsstelle des LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V., es als dringend notwendig an, uns im Sinne einer fachlich qualitativen pädagogischen Arbeit im öffentlichem Raum mit jungen Menschen, zur Novellierung des Polizeigesetzes in Sachsen zu positionieren.

Für Nachfragen und/oder Fachgespräche stehen wir gerne zur Verfügung.

Stellungnahme des LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V. zur Novellierung des Polizeigesetzes

Mobile Jugendarbeit/Streetwork agiert anwaltschaftlich für und mit jungen Menschen im öffentlichen Raum. Ein wichtiger Arbeitsauftrag ist dessen Aneignung, Erhaltung und Gestaltung genauso wie in sozialen und metaphorischen Räumen. Dabei kommt es notwendigerweise zu Konflikten zwischen verschiedenen Interessen der agierenden Gruppen, zum Beispiel Freizügigkeit vs. Regulierung oder Ruhebedürfnis vs. Aktivität. Eine Aufgabe Mobiler Jugendarbeit/Streetwork ist hier zu vermitteln und auszuhandeln, unter anderen auch mit Polizei und Ordnungsbehörden.

Die vorliegende Neufassung des sächsischen Polizeirechts wird vom LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V. angesichts seiner tiefen und teils unkontrollierbaren Einschnitte in die demokratischen Grundrechte abgelehnt. Es ist zu befürchten, dass marginalisierte Gruppen besonders von den geplanten Kontroll- und Restriktionsbefugnissen betroffen sein werden.

Vermehrte und tiefergehende Kontrollen, Aufenthalts- und Alkoholverbote werden zu einer weiteren Verdrängung und Kriminalisierung der Adressat*innen Mobiler Jugendarbeit/Streetwork führen. Ein anwaltschaftlicher Zugang wird zusätzlich erschwert durch die im Gesetz vorgesehene Überwachungsmöglichkeit von Sozialarbeiter*innen als mögliche Kontakt- und Begleitpersonen.

Angesichts moderner Kommunikationsmittel erscheint eine Modernisierung und Neuordnung polizeilicher Befugnisse sinnvoll. Einige neu eingeführte Regelungen greifen jedoch direkt in die Rechte der Adressat*innen von Mobiler Jugendarbeit/Streetwork bzw. der dort professionell Tätigen ein. Das sind:

  1. Ausweitung von Videoüberwachung
  2. Vorverlagerung von polizeilichen Eingriffen durch einen unbestimmten Gefahrbegriff
  3. Potenzielle Überwachung von Mobiler Jugendarbeit/Streetwork als Kontakt- und Begleitpersonen
  4. Fehlen der vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte geforderten Kennzeichnungspflicht
  5. Fehlen einer unabhängigen Beschwerdestelle

Der LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V. bringt mit dieser Stellungnahme grundsätzliche Bedenken gegen die geplanten Sächsischen Polizeigesetze zum Ausdruck. Genauso wie es ein legitimes Anliegen ist, alle Menschen im Freistaat Sachsen vor schweren Gewalttaten zu schützen, müssen polizeiliche Befugnisse dabei im Einklang mit allgemeinen Menschenrechten und verfassungsmäßigen Grundrechten stehen.

Vorstand und Geschäftsstelle des LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V.
Chemnitz, im Dezember 2018

Bildungsreferent*in beim Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V.

Der LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V. sucht mit Beginn 01.04.2019 eine/-n Sozialpädagogen/-in mit Abschluss Diplom oder Bachelor 
für die Stelle des/der Bildungsreferent/-in

Aufgabenschwerpunkte:

  • Bedarfsgerechte Fachberatung in Form von Konzeptions-, Projekt- & Organisationsberatung/ -entwicklung
  • Mitarbeit in Fachgremien
  • Unterstützung derRegionalgruppen, Begleitung und Initiierung von Facharbeitskreisen
  • (Fach-)Veröffentlichungen/Pressearbeit
  • Begleitung von landesweiten Projekten und Aktionen des LAK
  • Ansprechpartner für Politik und Verwaltung auf örtlicher Ebene
  • Öffentlichkeits – und Lobbyarbeit

Wir erwarten:

  • Abschluss als Dipl.-Sozialpädagoge/-in oder Bachelor Soziale Arbeit bzw. gleichwertiger Abschluss
  • Erfahrungen und Kenntnisse im Bereich Mobiler Jugendarbeit/ Streetwork erwünscht
  • selbstständiges Arbeiten
  • Engagement, Einsatzbereitschaft sowie Durchsetzungsvermögen und Konfliktfähigkeit
  • demokratisches Weltbild
  • kommunikative und kooperative Fähigkeiten
  • Teamfähigkeit
  • Bereitschaft zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung
  • selbstständiges und eigenverantwortliches Handeln
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion

Wir bieten:

  • eine unbefristete Stelle mit 30h-36h/Woche
  • ein interessantes Aufgabengebiet im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit
  • Mitarbeit in einem qualifizierten und kollegialen Team
  • Möglichkeit der persönlichen Weiterbildung,Erfahrungsaustausch und Supervision
  • Bezahlung nach TV-L Ost, Tarifgruppe E 9
  • Nutzung des Privat-Pkw wird nach sächsischer Reisekostenverordnung erstattet
  • Geschäftsstelle in Chemnitz
  • flexible Arbeitszeiten

Rückfragen und Bewerbungen an:

Simone Stüber (Geschäftsführende Bildungsreferentin)

https://www.mja-sachsen.de/lak-info/lak-geschaeftsstelle/

aussagekräftiges Bewerbungsschreiben; Nachweis Diplom|Bachelor; aktuelle Abschlusszeugnisse, Lebenslauf, Arbeitszeugnisse/ Beurteilungen bisheriger Arbeitgeber|Praktikumsstellen

Bewerbung ab sofort möglich – gern digital

Bewerbungsschluss ist der 20. Januar 2019.

Bewerbungsgespräche werden nach persönlicher Einladung voraussichtlich im Februar 2019 durchgeführt.


Dokumentation Fachtag Demokratiebildung to go

Im Nachgang zum Fachtag Demokratiebildung to go am 25.10.2018 stellen wir hier die Präsentation zur Vorstellung des Handlungsmodells zur Demokratiebildung und die Rückmeldungen der Teilnehmenden zum Modell zur Verfügung. Die Sächsische Jugendstiftung, die Sächsische Landjugend und der LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen greifen die Rückmeldungen auf und werden das Handlungsmodell weiter in die Diskussion mit der Fachöffentlichkeit bringen.

 

Präsentation Handlungsmodell Demokratiebildung to go

Rückmeldungen Stadt

Rückmeldungen ländlicher Raum

überörtliche Rückmeldungen

Straßensozialarbeiter*in in Leipzig

Die Stadt Leipzig zum nächstmöglichen Zeitpunkt, zunächst befristet bis zum 30. April 2019, mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 32 Stunden, für das Amt für Jugend, Familie und Bildung, Abteilung Jugendhilfe eine/-n Straßensozialarbeiter/-in
Die Abteilung Jugendhilfe ist innerhalb des Amtes für Jugend, Familie und Bildung für die § 11 – 16 und die gesamte Jugendhilfeplanung, § 80, im Rahmen des SGB VIII, Kinder- und Ju-gendhilfegesetzes zuständig. Straßensozialarbeit als aufsuchender Jugendberatungsansatz wirkt sozialen Benachteiligungen und individuellen Beeinträchtigungen entgegen und berät, begleitet, betreut und vermittelt junge Menschen, die in erhöhtem Maße auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind.
Die Befristung erfolgt nach § 14 Absatz 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz. Bewerber/-innen, die bereits in einem befristeten oder unbefristeten Beschäftigungsverhältnis mit der Stadt Leipzig oder einem Eigenbetrieb gestanden haben oder derzeit bei der Stadt Leipzig befristet beschäftigt sind, können für die Stellenbesetzung nicht berücksichtigt werden.

Das erwartet Sie:
 Straßensozialarbeit mit verschiedenen Zielgruppen, Kontaktaufnahme und -pflege
 Beratung und Krisenintervention für junge Menschen zur Stabilisierung und Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse
 Begleitung und Unterstützung bei der Durchsetzung individueller Anliegen
 Betreuung durch Angebote der Grundversorgung (z. B. Versorgung mit Nahrungsmitteln, Wäsche waschen, duschen)
 Motivation und Vermittlung in höherschwellige Einrichtungen
 Spritzentausch für drogengebrauchende und –abhängige junge Menschen
 Organisation und Koordination verschiedener Hilfsangebote
 Zusammenarbeit mit sozialen Diensten, Einrichtungen und Institutionen
 Mitarbeit in Fachgremien- und Arbeitskreisen sowie Projektarbeit
 Zielorientierung in der Einzelfallhilfe

Das sind unsere Anforderungen:
 Bachelor of Arts oder Fachhochschulabschluss in der Fachrichtung Soziale Arbeit/Sozialpädagogik mit staatlicher Anerkennung
 praktische Erfahrungen in Bereichen der Jugend- und Sozialhilfe, insbesondere der Erlebnispädagogik
 anwendungsbereite Kenntnisse der einschlägigen Gesetzgebung wie dem SGB VIII
 Einfühlungsvermögen im Umgang mit benachteiligten und gefährdeten jungen Menschen
 hohe Kommunikations- und Konfliktlösekompetenz
 Kreativität, Teamfähigkeit, hohe Belastbarkeit und offensives Auftreten
 flexible Arbeitszeitgestaltung
 Führerschein der Klasse B und Fremdsprachenkenntnisse – insbesondere Russisch, Arabisch, Englisch wünschenswert

Das bieten wir:
 eine nach der Entgeltgruppe S12 des Tarifvertrages für den Sozial- und
Erziehungsdienst bewertete Stelle (Prüfung der Erfahrungsstufen erfolgt individuell
nach Ihrer einschlägigen Berufserfahrung)
 eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem erfolgreich funktionierenden Team
 einen Arbeitsplatz im Herzen einer von hoher Lebensqualität sowie sozialer und
kultureller Vielfalt geprägten Stadt mit über 590.000 Einwohnern/Einwohnerinnen
 zahlreiche, interessante Fortbildungsmöglichkeiten
 flexible Arbeitszeiten innerhalb eines Gleitzeitrahmens
 eine zusätzliche betriebliche Altersversorgung
 ein ermäßigtes Ticket für den Personennahverkehr („Job-Ticket“)

Bitte lesen Sie vor einer Bewerbung unsere Hinweise zum Stellenbesetzungsverfahren . Bitte beachten Sie, dass wir unsere Stellen nur nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung
besetzen dürfen. Wir können Sie daher im weiteren Verfahren nur dann berücksichtigen,
wenn Sie uns Nachweise hierüber vorlegen.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit einem
 Bewerbungsschreiben,
 tabellarischem Lebenslauf,
 Nachweis über die erforderliche berufliche Qualifikation,
 Kopien von qualifizierten Dienst-/Arbeitszeugnissen/Beurteilungen, die nicht älter
als drei Jahre sind
 oder gegebenenfalls Referenzen oder dem Hinweis, bei wem wir eine Referenz
über Sie einholen dürfen.

Bitte geben Sie bei Ihrer Bewerbung die Stellenausschreibungsnummer 51 11/18 97 an und
nutzen Sie für Ihre Bewerbung das Online-Bewerber-Portal auf  Homepage der Stadt Leipzig. Ansprechpartnerin für
diese Ausschreibung ist Frau Fließ, Telefon: 0341 123-2766.
Ausschreibungsschluss ist der 20. November 2018.

Stellenausschreibung als PDF

Mitarbeiter*in für das Projekt “Mobile Soziale Arbeit” in Dippoldiswalde

Der Aufgabenbereich umfasst:

· Mobile und aufsuchende Jugendarbeit im öffentlichen Raum
· Einzelfallberatung und Unterstützung der Zielgruppe zur Alltagsbewältigung
· Planung und Durchführung von Projekten
· Gemeinwesen- und Netzwerkarbeit
· Öffentlichkeitsarbeit
· Mitarbeit in Fachgremien und Arbeitskreisen
· Konzeptionelle Weiterentwicklung des Arbeitsbereiches

Wir erwarten:
· abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik/Sozialarbeit (Diplom/BA/MA)
· Empathiefähigkeit gegenüber jungen Menschen und deren besonderen Lebenssituationen
· ausgeprägte Teamfähigkeit und Kooperationsfähigkeit
· Eigeninitiative und persönliches Engagement innerhalb unseres basisdemokratischen Teams
· Führerschein Klasse B + eigener PKW

Wir bieten:
· ein spannendes, abwechslungsreiches, herausforderndes Arbeitsfeld
· Mitarbeit in einem basisdemokratischen und selbstverwalteten Team/Verein
· Einbindung in ein erfahrenes, kollegiales und qualifiziertes Team
· Weiterbildungsmöglichkeiten, Supervision, kollegiale Fallberatung
· flexible Arbeitszeiten
· Bezahlung angelehnt an TvöD/SuE (Entgeltgruppe 11 b)
· Arbeitszeit mind. 30h/Woche (Erhöhung möglich)

Interessiert? Dann senden Sie bitte Ihre aussagekräftige Bewerbung an kontakt@projugendev.de
oder per Post an:

Pro Jugend e.V.
z. H. Desireé Wagner
Dr. – Friedrichs – Str. 27
01744 Dippoldiswalde

Die Stelle ist vorerst bis zum 31.12.2019 befristet. Eine Entfristung des Arbeitsverhältnisses ist
angestrebt.

Vollständige Stellenausschreibung als PDF

Positionspapier für eine Jugendarbeit im Sinne der Emanzipation der AGJF Sachsen e.V.

Die AGJF Sachsen e.V. hat vor dem Hintergrund der Geschehnisse in Chemnitz und der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in Zusammenarbeit mit Prof. Albert Scherr ein Thesenpapier erstellt, was,  dabei helfen soll, die Potentiale von Jugendarbeit als Bildungsinstanz und entsprechenden Regelstrukturen und –netzwerke ernst zu nehmen und ihre Qualitäten im Sinne einer sozial- wie demokratiepädagogischen Profession zu reflektieren, zu schärfen und einzusetzen.  Jugendarbeit ist Teil emanzipatorischer Strukturen einer respektvollen Erziehung und kritischer, politischer Bildung  und damit Teil des gesellschaftlichen Bildungskanons im Sinne der Mündigkeit.

Die Thesen sollen unterstützt, diskutiert, kritisiert und weiterentwickelt werden. Wir als LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V. werden uns daran beteiligen.

Download des Positionspapieres HIER .

 

2 neue VIR-Trainer*innen in Sachsen

Neues KnowHow und damit ein neues Angebotsformat – VIR Training

Antje Schneider (AfJFB Leipzig, SG Straßensozialarbeit) und Sascha Rusch (LAK MJA Sachsen) sind seit dem 22.6.2018 VIR-Trainer*in.

VIR steht für Veränderungsimpulse setzen bei rechtsorientierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Nähre Informationen zum Konzept, zu weiteren Trainern etc. unter vir.nrw.de.

In Anlehnung an das MOVE-Konzept (motivierende Kurzintervention bei konsumierenden jungen Menschen) können nach dem Training in Alltagssituationen Impulse gesetzt werden, die zur Veränderung motivieren und den Prozess der Veränderung unterstützen. Ein VIR-Training beinhaltet 10 Bausteine. Die zwei großen Komplexe sind die motivierende Gesprächsführung im Transtheoretischen Modell und ein Wissensblock zu Rassismus, Vorurteilen, rechten Strukturen und Erlebniswelten usw.

Nachfragen und Angebote bitte an trara@mja-sachen.de

Schulsozialarbeiter*in in Geising (LK Sächsische Schweiz – Osterzgebirge) gesucht

Für die Projekte: „Schulsozialarbeit an der Oberschule Kreischa“ und „Schulsozialarbeit an der
Oberschule Geising“ suchen wir zum 01.08.2018 (40h/Woche) jeweils eine*n Sozialarbeiter*in. Die
Stelle ist an die finanzielle Projektförderung gebunden und daher (vorerst) bis zum 31.07.2019
befristet. Eine Verlängerung ist angestrebt.

Die gesamte Stellenausschreibung ist hier zu finden: 2018_Schulsozialarbeit_Pro_Jugend_OS_Geising