LAK MJA Sachsen: Programm Streetworktreffen 2015

Anmeldung zum Sächsischen Streetworktreffen 2015 ist online

Wir freuen uns sehr, dass die Anmeldung für das diesjährige Sächsische Streetworktreffen “mja mischt mit…” vom 14. bis 16. September 2015 seit heute online ist.

Alle wichtigen Informationen und die Online – Anmeldung findet ihr unter folgendem Link: http://treffen.mja-sachsen.de

Sollten Fragen aufkommen, solltet ihr Anmerkungen haben, nehmt bitte Kontakt mit der Geschäftsstelle auf: /e-mail-lak-mja-sachsen/

Spendenübergabe an Nightlife-Streetwork

Sachgebietsleiter Lutz Wiederanders, Leiter des Amts für Jugend, Familie und Bildung Dr. Nicolas Tsapos, Projektleiterin Mobile Jugendarbeit Katrin Zschuckelt, Alexander Malios, Vorstandsvorsitzender Leipziger Kinderstiftung

v. l. n. r.: Sachgebietsleiter Lutz Wiederanders, Leiter des Amts für Jugend, Familie und Bildung Dr. Nicolas Tsapos, Projektleiterin Mobile Jugendarbeit Katrin Zschuckelt, Vorstandsvorsitzender Leipziger Kinderstiftung Alexander Malios (Bildquelle: Straßensozialarbeit Leipzig)

Das Sachgebiet Straßensozialarbeit am Amt für Jugend, Familie und Bildung und der Mobile Jugendarbeit Leipzig e. V. führen seit 2012 gemeinsam das Projekt “Nightlife-Streetwork” durch. Dabei werden sie vom Leipziger Kinderstiftung e. V. finanziell unterstützt.

Das Projekt wird ein Mal monatlich an Diskothen und bei größeren Partys durchgeführt. Die Leipziger Streetworker_innen informieren über die Risiken von Alkohol- und Drogenkonsum im Partykontext und verteilen so genannte One-Night-Stand-Packs mit Kondomen und Infomaterial zu sexuell übertragbaren Krankheiten (STI). Mit dem Ansatz universeller Prävention werden jeweils ca. 500 junge Menschen erreicht.

Die öffentliche Spendenübergabe in Anwesenheit des Amtsleiters Dr. Nicolas Tsapos fand in den lokalen Medien Niederschlag:

Leipziger Volkszeitung, 18. März 2015, Seite 18

Jugendsozialarbeit auch in Diskotheken

Der Alkohol- und Drogenkonsum von Jugendlichen ist laut Sächsischem
Drogen- und Suchtbericht 2014 leicht rückgängig. Einen Teil dieses
Erfolgs können sich sicherlich die Straßensozialarbeiter – sogenannte
Streetworker – auf die Fahne schreiben, die Jugendliche aktiv ansprechen
und aufklären.
So auch bei dem Projekt “Nightlife-streetwork” in Leipzig: Hier werden
junge Partygänger mit dem Slogan “Sprich mit uns” vor Clubs, Diskotheken
und auf der Kleinmesse für die Gefahren des Nachtlebens sensibilisiert.
Seit fünf Jahren existiert die Kooperation zwischen dem Verein “Mobile
Jugendarbeit Leipzig” und der Stadt Leipzig, seit drei Jahren gibt es
dabei finanzielle Unterstützung durch die Leipziger Kinderstiftung.
Deren Vorstandsvorsitzender Alexander Malios freute sich gestern, die
jährliche Spende von 2000 Euro übergeben zu können: “Wir wollen
,Nightlifestreetwork’ langfristig unterstützen, damit die Maßnahmen
nicht nur fortgeführt, sondern auch erweitert werden.”
Mit den 2000 Euro finanzieren die Streetworker Flyer, Verhütungs-Pakete
und anderweitige Ausrüstung. In Viererteams und mit großen “Sprich uns
an”-Taschen um den Hals ziehen sie dann los, um Partygänger in der
Warteschlange anzusprechen. “Nicht alle wollen mit uns reden”, erklärt
Streetworker Willie Wildgrube, “aber insgesamt kommt unser Angebot gut
an. Wir kommen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daher, sondern
erklären offen die Risiken und worauf die Jugendlichen bei Alkohol,
Drogen und Sex achten sollten.” ie

Weitere Fundstellen bei

Regionalgruppe Leipzig reaktiviert

Seit gestern gibt es in Leipzig wieder eine Regionalgruppe des LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V.: der Arbeitskreis “Aufsuchende Sozialarbeit” hat gestern entschieden diese Funktion zu übernehmen. Das bringt unseren selbstgestellten Auftrag, der in unserem Profil formuliert ist, weiter voran.

In diesem Zusammenhang sei auf unser Forum verwiesen. Dieses dient als “Werkzeug” für den Informationstransfer und für Fachdiskussionen. Die ersten Regionalgruppen haben Inhalte eingestellt und beginnende fachliche Diskussionen zeichnen sich auch bereits ab. Wir laden zur Nutzung ein und greifen gern Anregungen auf.

Das MJA – Mischpult

Im Rahmen der Vorbereitung zu einem Workshop entstand 2013 die Idee zu folgendem Werkzeug der Qualitätsentwicklung. In der bestehenden Form ist es Teil der Dokumentation zum Profilschärfungsprozess des LAK (/wp-content/uploads/2013/03/Profilschaerfungsprozess_LAK-MJA-Sachsen_2013.pdf).

 

Wir stellen es hiermit zur Verfügung und laden zur Benutzung und zum Kommentieren ein.

Mischpult

Freie Presse: Sportangebote sollen Rutsch auf die schiefe Bahn verhindern

Stephan Kämpf hat als Streetworker seine speziellen Methoden, um Jugendlichen aus der Klemme zu helfen. Vor allem beim Fußball baut er Vertrauen zu den jungen Leuten auf, wobei er nicht bei allen Erfolg hat.

Streetworker mit Jugendlichen auf dem Bolzplatz

Streetworker Stephan Kämpf mit Jugendlichen auf dem Bolzplatz an der Bodelschwinghstraße.
Foto: T. Söll

Laura war noch sehr jung, lebte allein in ihrer Wohnung in Schloßchemnitz. Und sie hatte ein ernsthaftes Problem: Laura war drogenabhängig, konsumierte regelmäßig Crystal-Meth. In der Folge konnte sich nicht mehr konzentrieren, war oft hektisch und vergaß Termine, die weiter reichten als der nächste Tag. Oft hatte sie Bauchschmerzen, ging aber nicht zum Arzt. Ihre Wohnung war verwahrlost, die Miete hatte das junge Mädchen schon mehrere Monate nicht bezahlt. Ein kleiner Schuldenberg türmte sich auf. Doch die Drogen blendeten ihre Probleme aus. Erst als der Vermieter mit der Räumung der Wohnung drohte, merkte Laura, dass sie ernsthaft in der Klemme steckte. Letzter Ausweg: Stephan Kämpf, Streetworker.

Der studierte Sozialpädagoge ist einer der Mitarbeiter im Domizil, einem Verein, der sich um die Probleme von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen kümmert, vorrangig in den Gebieten Altchemnitz, Schloßchemnitz und auf dem Kaßberg. Er arbeitet seit vier Jahren als Streetworker, hat einen guten Überblick über die Probleme der jungen Leute. “Laura ist einer der krasseren Fälle gewesen”, sagt er, “aber kein Einzelfall.” Weiterlesen

Unterstützen oder Bestrafen? Welche Drogenpolitik ist zeitgemäß und erfolgreich?

Am 17. September 2014 fand in Dresden eine Podiumsdiskussion zur Drogenpolitik mit Beteiligung unseres Mitgliedes Treberhilfe Dresden e. V. statt. Als Gäste waren geladen:

  • Frank Tempel (MdB), Drogenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
  • Jens Hoffsommer, Sprecher für Jugend und Soziales der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNE im Stadtrat Dresden
  • Thorsten Deigweiher, Dipl. Sozialpädagoge, Angebotskoordinator für die Mobile Jugendarbeit und Streetworker bei der Treberhilfe Dresden e. V.

Moderiert wurde die Diskussion von René Jalaß (Mitglied im Landesvorstand DIE LINKE. Sachsen und Sozialarbeiter). Hier gibt es einen Audiomitschnitt Weiterlesen

In der Hitze der Stadt – das Leipziger Magazin »kreuzer« über das Sachgebiet Straßensozialarbeit

In der Hitze der Stadt

Die Streetworker der Stadt Leipzig stehen jeden Dienstagabend gegenüber vom
Hauptbahnhof und geben Essen an bedürfige Jugendliche aus. Doch die jungen
Menschen bekommen mehr als nur eine warme Mahlzeit: Lebenshilfe, Akzeptanz
und ein offenes Ohr

Ende August, es ist heiß in Leipzig. Eine drückende Schwüle hatte den Nachmittag damit verbracht, sich über der Stadt auszubreiten. Die Luft im Auto steht; nur der Fahrtwind verschafft kurzzeitige Abkühlung. Das Warten an der Ampel gerät zur Geduldsprobe, während sich der Schweiß auf der Haut zu einem klebrigen Film verdichtet.

Streetmobil: Straßensozialarbeit am Schwanenteich in der Leipziger Goethestraße

Foto: kreuzer / Franziska Barth

Benedikt, Streetworker im Leipziger Südosten, lässt sich von der Hitze nicht beirren. Während er die Ampel beobachtet, erzählt er, wie wichtig die Trennung von Arbeit und Privatleben ist. Daheim müsse man auftanken. Die Fähigkeit, Feierabend machen zu können, abzuschalten, sobald zu Hause die Tür ins Schloss fällt, sei wichtig, sagt er. »Das muss einem liegen. Aber es gibt Grenzfälle. Zum Beispiel wenn es um Kinder geht – spätestens wenn man eigene Kinder hat, ist man sensibilisiert.« Würde man das alles, die Schicksale und Bilder, mit nach Hause nehmen, wäre es irgendwann zu viel, fügt Benedikts Kollegin Annette vom Beifahrersitz aus hinzu.

Seit 17 Jahren ist Benedikt als Streetworker in Leipzig unterwegs. Er kümmert sich wie seine zehn Kolleginnen und Kollegen um jugendliche Obdachlose, Drogenabhängige und andere junge Menschen in Problemlagen. Wenn er Weiterlesen