Schlagwort-Archive: Mobile Jugendarbeit

Bildungsreferent*in beim Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V.

Der LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V. sucht mit Beginn 01.04.2019 eine/-n Sozialpädagogen/-in mit Abschluss Diplom oder Bachelor 
für die Stelle des/der Bildungsreferent/-in

Aufgabenschwerpunkte:

  • Bedarfsgerechte Fachberatung in Form von Konzeptions-, Projekt- & Organisationsberatung/ -entwicklung
  • Mitarbeit in Fachgremien
  • Unterstützung derRegionalgruppen, Begleitung und Initiierung von Facharbeitskreisen
  • (Fach-)Veröffentlichungen/Pressearbeit
  • Begleitung von landesweiten Projekten und Aktionen des LAK
  • Ansprechpartner für Politik und Verwaltung auf örtlicher Ebene
  • Öffentlichkeits – und Lobbyarbeit

Wir erwarten:

  • Abschluss als Dipl.-Sozialpädagoge/-in oder Bachelor Soziale Arbeit bzw. gleichwertiger Abschluss
  • Erfahrungen und Kenntnisse im Bereich Mobiler Jugendarbeit/ Streetwork erwünscht
  • selbstständiges Arbeiten
  • Engagement, Einsatzbereitschaft sowie Durchsetzungsvermögen und Konfliktfähigkeit
  • demokratisches Weltbild
  • kommunikative und kooperative Fähigkeiten
  • Teamfähigkeit
  • Bereitschaft zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung
  • selbstständiges und eigenverantwortliches Handeln
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion

Wir bieten:

  • eine unbefristete Stelle mit 30h-36h/Woche
  • ein interessantes Aufgabengebiet im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit
  • Mitarbeit in einem qualifizierten und kollegialen Team
  • Möglichkeit der persönlichen Weiterbildung,Erfahrungsaustausch und Supervision
  • Bezahlung nach TV-L Ost, Tarifgruppe E 9
  • Nutzung des Privat-Pkw wird nach sächsischer Reisekostenverordnung erstattet
  • Geschäftsstelle in Chemnitz
  • flexible Arbeitszeiten

Rückfragen und Bewerbungen an:

Simone Stüber (Geschäftsführende Bildungsreferentin)

https://www.mja-sachsen.de/lak-info/lak-geschaeftsstelle/

aussagekräftiges Bewerbungsschreiben; Nachweis Diplom|Bachelor; aktuelle Abschlusszeugnisse, Lebenslauf, Arbeitszeugnisse/ Beurteilungen bisheriger Arbeitgeber|Praktikumsstellen

Bewerbung ab sofort möglich – gern digital

Bewerbungsschluss ist der 20. Januar 2019.

Bewerbungsgespräche werden nach persönlicher Einladung voraussichtlich im Februar 2019 durchgeführt.


Stellenausschreibung Mobile Jugendarbeit im ländlichen Raum – Gemeinden Laußig und Doberschütz

Für das Engagement des Diakonischen Werkes Delitzsch/Eilenburg e. V. im Projekt: Mobilen Jugendarbeit im ländlichen Raum – Gemeinden Laußig und Doberschütz (LK Nordsachsen) suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt

  • eine/n Sozialpädagoge/in / Sozialarbeiter/in (Diplom/BA/MA) in Teilzeit (30 Stunden)

Vollständige Stellenausschreibung hier: MJA Laußig und Doberschütz

Straßensozialarbeiter*in in Leipzig

Die Stadt Leipzig zum nächstmöglichen Zeitpunkt, zunächst befristet bis zum 30. April 2019, mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 32 Stunden, für das Amt für Jugend, Familie und Bildung, Abteilung Jugendhilfe eine/-n Straßensozialarbeiter/-in
Die Abteilung Jugendhilfe ist innerhalb des Amtes für Jugend, Familie und Bildung für die § 11 – 16 und die gesamte Jugendhilfeplanung, § 80, im Rahmen des SGB VIII, Kinder- und Ju-gendhilfegesetzes zuständig. Straßensozialarbeit als aufsuchender Jugendberatungsansatz wirkt sozialen Benachteiligungen und individuellen Beeinträchtigungen entgegen und berät, begleitet, betreut und vermittelt junge Menschen, die in erhöhtem Maße auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind.
Die Befristung erfolgt nach § 14 Absatz 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz. Bewerber/-innen, die bereits in einem befristeten oder unbefristeten Beschäftigungsverhältnis mit der Stadt Leipzig oder einem Eigenbetrieb gestanden haben oder derzeit bei der Stadt Leipzig befristet beschäftigt sind, können für die Stellenbesetzung nicht berücksichtigt werden.

Das erwartet Sie:
 Straßensozialarbeit mit verschiedenen Zielgruppen, Kontaktaufnahme und -pflege
 Beratung und Krisenintervention für junge Menschen zur Stabilisierung und Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse
 Begleitung und Unterstützung bei der Durchsetzung individueller Anliegen
 Betreuung durch Angebote der Grundversorgung (z. B. Versorgung mit Nahrungsmitteln, Wäsche waschen, duschen)
 Motivation und Vermittlung in höherschwellige Einrichtungen
 Spritzentausch für drogengebrauchende und –abhängige junge Menschen
 Organisation und Koordination verschiedener Hilfsangebote
 Zusammenarbeit mit sozialen Diensten, Einrichtungen und Institutionen
 Mitarbeit in Fachgremien- und Arbeitskreisen sowie Projektarbeit
 Zielorientierung in der Einzelfallhilfe

Das sind unsere Anforderungen:
 Bachelor of Arts oder Fachhochschulabschluss in der Fachrichtung Soziale Arbeit/Sozialpädagogik mit staatlicher Anerkennung
 praktische Erfahrungen in Bereichen der Jugend- und Sozialhilfe, insbesondere der Erlebnispädagogik
 anwendungsbereite Kenntnisse der einschlägigen Gesetzgebung wie dem SGB VIII
 Einfühlungsvermögen im Umgang mit benachteiligten und gefährdeten jungen Menschen
 hohe Kommunikations- und Konfliktlösekompetenz
 Kreativität, Teamfähigkeit, hohe Belastbarkeit und offensives Auftreten
 flexible Arbeitszeitgestaltung
 Führerschein der Klasse B und Fremdsprachenkenntnisse – insbesondere Russisch, Arabisch, Englisch wünschenswert

Das bieten wir:
 eine nach der Entgeltgruppe S12 des Tarifvertrages für den Sozial- und
Erziehungsdienst bewertete Stelle (Prüfung der Erfahrungsstufen erfolgt individuell
nach Ihrer einschlägigen Berufserfahrung)
 eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem erfolgreich funktionierenden Team
 einen Arbeitsplatz im Herzen einer von hoher Lebensqualität sowie sozialer und
kultureller Vielfalt geprägten Stadt mit über 590.000 Einwohnern/Einwohnerinnen
 zahlreiche, interessante Fortbildungsmöglichkeiten
 flexible Arbeitszeiten innerhalb eines Gleitzeitrahmens
 eine zusätzliche betriebliche Altersversorgung
 ein ermäßigtes Ticket für den Personennahverkehr („Job-Ticket“)

Bitte lesen Sie vor einer Bewerbung unsere Hinweise zum Stellenbesetzungsverfahren . Bitte beachten Sie, dass wir unsere Stellen nur nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung
besetzen dürfen. Wir können Sie daher im weiteren Verfahren nur dann berücksichtigen,
wenn Sie uns Nachweise hierüber vorlegen.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit einem
 Bewerbungsschreiben,
 tabellarischem Lebenslauf,
 Nachweis über die erforderliche berufliche Qualifikation,
 Kopien von qualifizierten Dienst-/Arbeitszeugnissen/Beurteilungen, die nicht älter
als drei Jahre sind
 oder gegebenenfalls Referenzen oder dem Hinweis, bei wem wir eine Referenz
über Sie einholen dürfen.

Bitte geben Sie bei Ihrer Bewerbung die Stellenausschreibungsnummer 51 11/18 97 an und
nutzen Sie für Ihre Bewerbung das Online-Bewerber-Portal auf  Homepage der Stadt Leipzig. Ansprechpartnerin für
diese Ausschreibung ist Frau Fließ, Telefon: 0341 123-2766.
Ausschreibungsschluss ist der 20. November 2018.

Stellenausschreibung als PDF

Mitarbeiter*in für das Projekt “Mobile Soziale Arbeit” in Dippoldiswalde

Der Aufgabenbereich umfasst:

· Mobile und aufsuchende Jugendarbeit im öffentlichen Raum
· Einzelfallberatung und Unterstützung der Zielgruppe zur Alltagsbewältigung
· Planung und Durchführung von Projekten
· Gemeinwesen- und Netzwerkarbeit
· Öffentlichkeitsarbeit
· Mitarbeit in Fachgremien und Arbeitskreisen
· Konzeptionelle Weiterentwicklung des Arbeitsbereiches

Wir erwarten:
· abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik/Sozialarbeit (Diplom/BA/MA)
· Empathiefähigkeit gegenüber jungen Menschen und deren besonderen Lebenssituationen
· ausgeprägte Teamfähigkeit und Kooperationsfähigkeit
· Eigeninitiative und persönliches Engagement innerhalb unseres basisdemokratischen Teams
· Führerschein Klasse B + eigener PKW

Wir bieten:
· ein spannendes, abwechslungsreiches, herausforderndes Arbeitsfeld
· Mitarbeit in einem basisdemokratischen und selbstverwalteten Team/Verein
· Einbindung in ein erfahrenes, kollegiales und qualifiziertes Team
· Weiterbildungsmöglichkeiten, Supervision, kollegiale Fallberatung
· flexible Arbeitszeiten
· Bezahlung angelehnt an TvöD/SuE (Entgeltgruppe 11 b)
· Arbeitszeit mind. 30h/Woche (Erhöhung möglich)

Interessiert? Dann senden Sie bitte Ihre aussagekräftige Bewerbung an kontakt@projugendev.de
oder per Post an:

Pro Jugend e.V.
z. H. Desireé Wagner
Dr. – Friedrichs – Str. 27
01744 Dippoldiswalde

Die Stelle ist vorerst bis zum 31.12.2019 befristet. Eine Entfristung des Arbeitsverhältnisses ist
angestrebt.

Vollständige Stellenausschreibung als PDF

Positionspapier „Mobile Jugendarbeit (MJA) im ländlichen Raum“

Der Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V. hat in Kooperation mit sächsischen Fachkräften der Jugendhilfe das Positionspapier „Mobile Jugendarbeit (MJA) im ländlichen Raum“ erarbeitet. Das Positionspapier benennt ergänzend zu den fachlichen Standards des LAK und der Orientierungshilfe des Freistaates Feststellungen und Forderungen, die sich aus den fachlich reflektierten Erfahrungen der Mobilen Jugendarbeiter_innen in Sachsens ländlichen Regionen ergeben.

Mit diesem Positionspapier werden folgende Zielstellungen verfolgt:

  1. Beschreibung von Grundlagen und Rahmenbedingungen, welche Mobile Jugendarbeit im ländlichen Raum vorfindet
  2. Formulierung von Aufgaben und inhaltlichen Schwerpunkten, die sich daraus für die Mobile Jugendarbeit ergeben
  3. Aufstellen konkreter Forderungen an politische Entscheidungsträger_innen und Fachbehörden

Bei Entscheidungsträger_innen und Behörden soll das Verständnis dafür vertieft werden, welche Ressourcen aktiviert werden sollten und wie sie zu einer gelingenden Mobilen Jugendarbeit beitragen können.

Download Positionspapier „Mobile Jugendarbeit (MJA) im ländlichen Raum“ (PDF, 58kB)

Stellungnahme des LAK MJA Sachsen e. V. zur den Anforderungen im Bereich Migration und Flucht

Die aktuelle Einwanderungsbewegung und die damit einhergehenden Veränderungen in den Kommunen und Landkreisen beeinflussen zunehmend den Arbeitsalltag der Projekte der Mobilen Jugendarbeit/Streetwork in Sachsen.

Die Gespräche mit den Adressat_innen im Streetwork, während Gruppen- oder Büroöffnungszeiten und in anderen Beratungszusammenhängen bewegen sich thematisch häufig um den Bereich „Flucht, Asyl in Deutschland und Integration von Asylsuchenden“. Durch die Errichtung von Notunterkünften, Aus- und Umbau von Gebäuden zur Nutzung und den Zuzug in Wohnungen durch Asylsuchende wird der Sozialraum beeinflusst. Auf der einen Seite gibt es eine Welle der Hilfsbereitschaft und Unterstützung für die Zuflucht suchenden Menschen. Auf der anderen Seite werden soziale Medien und das Gemeinwesen genutzt, um Menschen zu mobilisieren „Widerstand“ zu leisten und Proteste vor den Unterkünften zu organisieren.

Mobile Jugendarbeit/Streetwork muss sich, wie alle Akteure im Sozialraum, mit diesen Themen auseinander setzen.

Dabei können die Fachkräfte der Mobilen Jugendarbeit/Streetwork jederzeit auf die aktuellen Fachstandards1 des LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V. zurückgreifen. Diese geben Orientierung in der Arbeit mit Adressat_innen, deren Bedarfe, Ansichten und Meinungen sich durch den Wandel im Sozialraum verändern, aber auch in der Arbeit mit den Geflüchteten, die sich im Sozialraum bewegen. Grundlegende Bedeutung hat dabei das in den Fachstandards formulierte Grundverständnis:

Das im Grundgesetz garantierte Recht auf ein menschenwürdiges Dasein und das dort verankerte Sozialstaatsprinzip bilden die Grundlage für das berufliche Handeln im Tätigkeitsfeld Mobile Jugendarbeit/Streetwork.

Das dem Arbeitsfeld zugrunde liegende Menschenbild basiert auf den ethischen Grundsätzen der menschlichen Würde und der Gleichheit aller Menschen. Ausgehend von der Tatsache, dass die Partizipations­möglichkeiten von jungen Menschen im gesamtgesellschaftlichen Kontext oft begrenzt sind, handeln die im Arbeitsfeld Mobile Jugendarbeit/Streetwork tätigen Fachkräfte im Verständnis einer parteilichen Interessenvertretung für benachteiligte und von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgegrenzte sowie sich selbst ausgrenzende junge Menschen2.

Wesentliche Merkmale Mobiler Jugendarbeit/Streetwork sind eine hohe Flexibilität und die Parteilichkeit für die Rechte junger Menschen – egal welcher Herkunft. Offensichtlich deswegen wird in manchen Gemeinden ein verstärkter Einsatz für Zufluchtsuchende, z. T. direkt in den Unterkünften, erwartet oder die Projekte begeben sich selbst in die Rolle, entstandene Versorgungslücken zu füllen. Auch wenn dies kurzfristig nötig und sinnvoll erscheint, ist das als mittel- oder langfristige Lösung abzulehnen. Das Wirkungspotenzial von Mobiler Jugendarbeit/Streetwork kann sich unter den temporär angelegten Bedingungen der Notunterkünfte nicht entfalten.

Das Konzept beinhaltet notwendiger Weise die Handlungsfelder Streetwork, Gemeinwesenarbeit, gruppenbezogene Arbeit und Einzelarbeit. Eine situative Gewichtung dieser Leistungen ist regelmäßig bedarfsgerecht vorzunehmen. Handlungsleitend sind jedoch die Bedarfe im Sozialraum. Primäre Aufgabe ist, im Gemeinwesen präsent zu sein, den Sozialraum zu kennen, Veränderungen wahrzunehmen und adäquat darauf zu reagieren. Hilfreich ist dabei ein Blick auf die Zielgruppe der Mobilen Jugendarbeit/Streetwork: „junge Menschen in ihren selbstgewählten Gruppenstrukturen unabhängig von ihren Themen und subkulturellen Verankerungen. Dabei konzentriert sich Mobile Jugendarbeit vorrangig auf diejenigen, welche von einrichtungszentrierten Angeboten der Jugend- und Jugendsozialarbeit nicht erreicht werden, diese ablehnen bzw. nicht erreichen können3.“ Der Ansatz der Mobilen Jugendarbeit ist flexibel und hat das Potenzial, Impulse zu setzen, zu agieren und anzustoßen, ohne außerhalb des Handlungsansatzes zu agieren.

Der LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V. ist im beständigen Dialog mit den Praktiker_innen und gibt wahrgenommene Herausforderungen sowie Veränderungen an Landespolitik und Verwaltung weiter. Eine wesentliche Funktion des LAK ist, den der Raum für die fachliche Reflexion zu schaffen und im Ergebnis die Entwicklung bedarfsgerechter Weiterbildungsmaßnahmen.

LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V.
November 2015


1) Fachliche Standards Mobile Jugendarbeit/Streetwork – LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V. 2013
2) Artikel 1 GG und Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948)
3) Ursache dafür sind infrastrukturelle Defizite. Die Angebote sind zu weit entfernt oder nicht vorhanden.


Download Stellungnahme Zufluchtsuchende (PDF, 50KB)

Spendenübergabe an Nightlife-Streetwork

Sachgebietsleiter Lutz Wiederanders, Leiter des Amts für Jugend, Familie und Bildung Dr. Nicolas Tsapos, Projektleiterin Mobile Jugendarbeit Katrin Zschuckelt, Alexander Malios, Vorstandsvorsitzender Leipziger Kinderstiftung

v. l. n. r.: Sachgebietsleiter Lutz Wiederanders, Leiter des Amts für Jugend, Familie und Bildung Dr. Nicolas Tsapos, Projektleiterin Mobile Jugendarbeit Katrin Zschuckelt, Vorstandsvorsitzender Leipziger Kinderstiftung Alexander Malios (Bildquelle: Straßensozialarbeit Leipzig)

Das Sachgebiet Straßensozialarbeit am Amt für Jugend, Familie und Bildung und der Mobile Jugendarbeit Leipzig e. V. führen seit 2012 gemeinsam das Projekt “Nightlife-Streetwork” durch. Dabei werden sie vom Leipziger Kinderstiftung e. V. finanziell unterstützt.

Das Projekt wird ein Mal monatlich an Diskothen und bei größeren Partys durchgeführt. Die Leipziger Streetworker_innen informieren über die Risiken von Alkohol- und Drogenkonsum im Partykontext und verteilen so genannte One-Night-Stand-Packs mit Kondomen und Infomaterial zu sexuell übertragbaren Krankheiten (STI). Mit dem Ansatz universeller Prävention werden jeweils ca. 500 junge Menschen erreicht.

Die öffentliche Spendenübergabe in Anwesenheit des Amtsleiters Dr. Nicolas Tsapos fand in den lokalen Medien Niederschlag:

Leipziger Volkszeitung, 18. März 2015, Seite 18

Jugendsozialarbeit auch in Diskotheken

Der Alkohol- und Drogenkonsum von Jugendlichen ist laut Sächsischem
Drogen- und Suchtbericht 2014 leicht rückgängig. Einen Teil dieses
Erfolgs können sich sicherlich die Straßensozialarbeiter – sogenannte
Streetworker – auf die Fahne schreiben, die Jugendliche aktiv ansprechen
und aufklären.
So auch bei dem Projekt “Nightlife-streetwork” in Leipzig: Hier werden
junge Partygänger mit dem Slogan “Sprich mit uns” vor Clubs, Diskotheken
und auf der Kleinmesse für die Gefahren des Nachtlebens sensibilisiert.
Seit fünf Jahren existiert die Kooperation zwischen dem Verein “Mobile
Jugendarbeit Leipzig” und der Stadt Leipzig, seit drei Jahren gibt es
dabei finanzielle Unterstützung durch die Leipziger Kinderstiftung.
Deren Vorstandsvorsitzender Alexander Malios freute sich gestern, die
jährliche Spende von 2000 Euro übergeben zu können: “Wir wollen
,Nightlifestreetwork’ langfristig unterstützen, damit die Maßnahmen
nicht nur fortgeführt, sondern auch erweitert werden.”
Mit den 2000 Euro finanzieren die Streetworker Flyer, Verhütungs-Pakete
und anderweitige Ausrüstung. In Viererteams und mit großen “Sprich uns
an”-Taschen um den Hals ziehen sie dann los, um Partygänger in der
Warteschlange anzusprechen. “Nicht alle wollen mit uns reden”, erklärt
Streetworker Willie Wildgrube, “aber insgesamt kommt unser Angebot gut
an. Wir kommen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daher, sondern
erklären offen die Risiken und worauf die Jugendlichen bei Alkohol,
Drogen und Sex achten sollten.” ie

Weitere Fundstellen bei

He-Augenblick-mal.2014

Sachsenweite Aktionswoche vom 10. bis 15. Juni 2014

Der Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V. ist Fachverband für die Projekte der Mobilen Jugendarbeit/Streetwork und vertritt die Interessen des Arbeitsfeldes. Die geplante Aktionswoche ist die zweite sachsenweite Initiative aller Projekte Mobiler Jugendarbeit.

In der Woche vom 10. – 15. Juni 2014 führen lokale Projekte eine Aktion ihrer Wahl im öffentlichen Raum durch. Die teilnehmenden jungen Menschen sollen nach ihren Ideen befragt werden. Die Kolleg_innen vor Ort regen eine Ideenfindung an, unterstützen die jungen Menschen in der Vorbereitung und bei der Durchführung.

Das Hauptanliegen dieser Aktionswoche ist das Sichtbar machen einer Jugend im Gemeinwesen für Bürger_innen genauso wie für Politiker_innen und Verwaltung.

Es soll gezeigt werden, dass Jugendliche mehr sind und mehr können, als „saufen, raufen und randalieren“. Zudem ist es Ziel ein Bewusstsein für die Lebensphase Jugend zu schaffen und die jungen Menschen befähigen „ihren“ Platz im öffentlichen Raum einzufordern. Sie machen auf ihre Bedürfnisse, Wünsche und Herausforderungen aufmerksam, um dem Gemeinwesen transparent zu machen, dass Jugend einen Platz braucht, um ein zukunftsfähiges und stabiles Miteinander zu fördern.

Die durchgeführten Aktionen und Veranstaltungen werden durch den LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V. dokumentiert und in einer PDF-Broschüre zusammengefasst. Diese wird an die kommunalen Verwaltungen, an die politischen Entscheidungsträger der Landesebene sowie an die Fachöffentlichkeit transportiert.


Seite zur Aktionswoche: http://he-augenblick-mal.de/

Aus dem aktuellen Corax: Profilschärfung „13“

Der LAK MJA hat wieder einen Beitrag im Corax 6/2013, dem Fachmagazin für Kinder- und Jugendarbeit in Sachsen. Sascha Rusch aus dem Vorstand und unser Pressesprecher Dieter Wolfer haben zur Reformierung unserer fachlichen Standards für Mobile Jugendarbeit/Streetwork (PDF: 208kB) geschrieben:

Der Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V. (LAK MJA) hat seit Ende 2010 einen intensiv geführten Profilschärfungsprozess initiiert. Ausgangspunkt für die Profilschärfung des Arbeitsfeldes Mobile Jugendarbeit/Streetwork waren starke Unsicherheiten und landesweite Kürzungen in Sachsen. Diesen Prozess wollen wir hier darstellen. Wir wollen aber auch verdeutlichen, dass ein Profilschärfungsprozess einmal in Mobiler Jugendarbeit/Streetwork angestoßen, weitergeführt werden muss und somit als ein selbstverständlicher Teil konzeptioneller Qualitätsmerkmale Einzug hält, vor allem wenn Wirkungsdialog und Qualitätsstandards wirkungsvoll und nachhaltig etabliert werden sollen. Der dargestellte Prozess zeigt die Organisations- und Qualitätsentwicklung. Dies ist somit beispielgebend für andere Berufsfelder. [Auszug]

Hier ist der vollständige Artikel (PDF: 4,2MB) mit freundlicher Genehmigung des Corax Magazins. Der Abschlussbericht zum Profilschärfungsprozess (PDF: 5,5MB) ist ebenfalls nachzulesen.