Fachtag: Jugendarbeit mit „rechtsorientierten Jugendlichen“ – (k)ein Blick auf die 1990er Jahre


Termin Details


„Wir haben gedacht, wir müssten die Welt retten“ 

Vor 5 Jahren wandten sich mehrere sächsische fachpolitische Akteure angesichts rassistischer und flüchtlingsfeindlicher Mobilsierungen mit dem Policy-Paper „Jugendarbeit empowern und Lokale Strukturen stärken“ an die Öffentlichkeit:

 „Die aktuelle Situation der Jugendarbeit in einigen Regionen Sachsens bietet Anlass zu Sorge. Aktuelle Unterwanderungsversuche in Einrichtungen erinnern an Strategien der neonazistischen Szene der 90er und Anfang der 2000er Jahre. (…) Spätestens mit ihrer Verknüpfung über Antiasylmobilisierungen in die Mehrheitsgesellschaft sind diese Angebote nachhaltig in der Lage als Mainstream wieder breite Attraktivität zu entfalten. Dies führt dazu, dass junge Menschen als organisierte Aktivist*innen oder Symphatisant*innen (…) offensiv und feindlich gegenüber Fachkräften, Nicht-Rechten jungen Menschen und Besucher*innen auftreten.“ 

An dieser Situation hat sich nichts geändert, vielmehr wird sie angesichts der folgenden Dynamiken rechter Akteure unter dem Schlagwort „Coronaproteste“ umso deutlicher. Fachkräfte stehen unvermindert vor der Herausforderung, völkischen, rassistischen, abwertenden und damit demokratiefeindlichen Äußerungen und Verhaltensweisen wirksam zu begegnen, Grenzen zu markieren und gleichzeitig positive Veränderungen zu initiieren und zu begleiten. Wenn die Autor*innen des Impulspapiers Analogien zu den 1990-er Jahren markieren, scheint ein kritischer Blick auf zurückliegende Erfahrungen und Ergebnisse der Jugendarbeit mit gewaltaffinen und rechts(extrem)orientierten Jugendlichen in dieser Zeit sinnvoll. Adressat*innen, Rahmenbedingungen und fachliche Expertisen haben sich seither verändert. Dennoch wollen wir ausgehend von Erkenntnissen zu der Arbeit in den 1990er Jahren diskutieren, was sich für heutige Praxis ableiten lässt.

Der Fachtag bildet den Abschluss einer gemeinsamen Praxisforschung des Modellprojektes ReMoDe, des Institutes SOFUB sowie weiterer Forscher*innen. Es werden zentrale Ergebnisse des Forschungsprojektes präsentiert und resultierende Empfehlungen für sozialpädagogisches Handeln im Kontext „rechter“ Haltungen und Verhaltensweisen diskutiert.



    Anmeldung


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    Mitgliedschaft im LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V. (als Person oder über Träger, Pflichtfeld)

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    Ich stimme den AGB (https://www.mja-sachsen.de/agb-lak-mja/) zu und melde mich verbindlich für die Veranstaltung an (Pflichtfeld)

    Kontakt

    Antje Schneider/ Sascha Rusch, LAK MJA Sachsen e.V., Modellprojekt ReMoDe

    remode@mja-sachsen.de, Mobil: 0176 – 61 99 58 47, Telefon: 0371 24005341 

    Weitere Informationen zur Praxisforschung