Schlagwort-Archiv: Streetwork

Corax: Neuen Herausforderungen mit bewährten Konzepten begegnen

Simone Stüber und Reiko Fitzke haben im Corax 01/2016 veröffentlicht:

„Back to the roots“
Neuen Herausforderungen mit bewährten Konzepten begegnen
Mobile Jugendarbeit / Streetwork in der Migrationsgesellschaft

Der Artikel steht hier zum Download (PDF: 5,9MB) zur Verfügung.

Dokumentation Werkstatt „Hybride Streetwork“

Hybride Streetwork – Mobile Jugendarbeit in Bewegung

Der Werkstatt „Hybride Streetwork“, ging eine Diskussion von Fachleuten voraus, geschürt von der Beobachtung, dass:

  • sich Zugänge zu jungen Menschen und ebenso Arbeitsweisen mit diesen verändert (vielmehr erschwert) haben

  • und daran anschließend die Frage, ob es überhaupt noch „ausreichenden“ Bedarf an Mobiler Jugendarbeit gibt? Beziehungsweise abgeschwächter, inwiefern sich Mobile Jugendarbeit veränderten Zugängen, Bedarfen, Zielgruppen und aktuellen Herausforderungen stellen kann und muss.

Auftakt intensiverer Diskussionen war der Workshop „Aufwachsen in der mixed reality – Herausforderungen für eine hybride Streetwork“ von Johannes Brock zum LAK Treffen im vergangen Jahr.

http://www.mja-sachsen.de/wp-content/uploads/2013/06/LAK_MJA_Sachsen_Dokumentation_Streetworktreffen_2014.pdf

Die folgende Fachdiskussion, unter dem Arbeitstitel „Hybride Streetwork“, mündete in der Erkenntnis, dass es einerseits einen Abgleich zu den gemachten Beobachtungen, Vermutungen und Diskussionen geben muss und dringend eine Fachdiskussion zu aktuellen Trends und Entwicklungen von Jugend und weitergehend eine Weiterentwicklung Mobiler Jugendarbeit geben muss.

Die Werkstatt „Hybride Streetwork“ wurde eingeleitet von einem Vortrag von Johannes Brock, welcher in drei Workshop´s unter den Themen „Orte und Räume“, „Identitäten“ und „Unsichtbare Jugend“ mündete. Neben Fachaustausch, mit dem Fokus auf „best practise“ – Erfahrungen, wurden zentrale Fragestellungen erarbeitet. Als Ergebnis der Veranstaltung kann festgehalten werden, dass einerseits die bereits geführten Diskussionen auf „fruchtbaren Boden“ bei den Teilnehmer/-innen fielen und damit ein Bedarf an Diskussion und Weiterentwicklung bei den Mitarbeiter/-innen Mobiler Jugendarbeit vorausgesetzt werden kann. Und gleichzeitig fachliche Diskussionen angestoßen wurden, die Mobile Jugendarbeit weiterentwickeln kann. Unter dem Arbeitstitel „Hybride Streetwork“ wird vertiefend an den erarbeiten Fragestellungen und Themeninhalten weitergearbeitet, geforscht und diskutiert.

hier findet ihr die Zusammenfassung der Ergebnisse des Arbeitstreffens:

Doku.HybrideWerkstatt

Spendenübergabe an Nightlife-Streetwork

Sachgebietsleiter Lutz Wiederanders, Leiter des Amts für Jugend, Familie und Bildung Dr. Nicolas Tsapos, Projektleiterin Mobile Jugendarbeit Katrin Zschuckelt, Alexander Malios, Vorstandsvorsitzender Leipziger Kinderstiftung

v. l. n. r.: Sachgebietsleiter Lutz Wiederanders, Leiter des Amts für Jugend, Familie und Bildung Dr. Nicolas Tsapos, Projektleiterin Mobile Jugendarbeit Katrin Zschuckelt, Vorstandsvorsitzender Leipziger Kinderstiftung Alexander Malios (Bildquelle: Straßensozialarbeit Leipzig)

Das Sachgebiet Straßensozialarbeit am Amt für Jugend, Familie und Bildung und der Mobile Jugendarbeit Leipzig e. V. führen seit 2012 gemeinsam das Projekt „Nightlife-Streetwork“ durch. Dabei werden sie vom Leipziger Kinderstiftung e. V. finanziell unterstützt.

Das Projekt wird ein Mal monatlich an Diskothen und bei größeren Partys durchgeführt. Die Leipziger Streetworker_innen informieren über die Risiken von Alkohol- und Drogenkonsum im Partykontext und verteilen so genannte One-Night-Stand-Packs mit Kondomen und Infomaterial zu sexuell übertragbaren Krankheiten (STI). Mit dem Ansatz universeller Prävention werden jeweils ca. 500 junge Menschen erreicht.

Die öffentliche Spendenübergabe in Anwesenheit des Amtsleiters Dr. Nicolas Tsapos fand in den lokalen Medien Niederschlag:

Leipziger Volkszeitung, 18. März 2015, Seite 18

Jugendsozialarbeit auch in Diskotheken

Der Alkohol- und Drogenkonsum von Jugendlichen ist laut Sächsischem
Drogen- und Suchtbericht 2014 leicht rückgängig. Einen Teil dieses
Erfolgs können sich sicherlich die Straßensozialarbeiter – sogenannte
Streetworker – auf die Fahne schreiben, die Jugendliche aktiv ansprechen
und aufklären.
So auch bei dem Projekt „Nightlife-streetwork“ in Leipzig: Hier werden
junge Partygänger mit dem Slogan „Sprich mit uns“ vor Clubs, Diskotheken
und auf der Kleinmesse für die Gefahren des Nachtlebens sensibilisiert.
Seit fünf Jahren existiert die Kooperation zwischen dem Verein „Mobile
Jugendarbeit Leipzig“ und der Stadt Leipzig, seit drei Jahren gibt es
dabei finanzielle Unterstützung durch die Leipziger Kinderstiftung.
Deren Vorstandsvorsitzender Alexander Malios freute sich gestern, die
jährliche Spende von 2000 Euro übergeben zu können: „Wir wollen
,Nightlifestreetwork‘ langfristig unterstützen, damit die Maßnahmen
nicht nur fortgeführt, sondern auch erweitert werden.“
Mit den 2000 Euro finanzieren die Streetworker Flyer, Verhütungs-Pakete
und anderweitige Ausrüstung. In Viererteams und mit großen „Sprich uns
an“-Taschen um den Hals ziehen sie dann los, um Partygänger in der
Warteschlange anzusprechen. „Nicht alle wollen mit uns reden“, erklärt
Streetworker Willie Wildgrube, „aber insgesamt kommt unser Angebot gut
an. Wir kommen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daher, sondern
erklären offen die Risiken und worauf die Jugendlichen bei Alkohol,
Drogen und Sex achten sollten.“ ie

Weitere Fundstellen bei

Freie Presse: Sportangebote sollen Rutsch auf die schiefe Bahn verhindern

Stephan Kämpf hat als Streetworker seine speziellen Methoden, um Jugendlichen aus der Klemme zu helfen. Vor allem beim Fußball baut er Vertrauen zu den jungen Leuten auf, wobei er nicht bei allen Erfolg hat.

Streetworker mit Jugendlichen auf dem Bolzplatz

Streetworker Stephan Kämpf mit Jugendlichen auf dem Bolzplatz an der Bodelschwinghstraße.
Foto: T. Söll

Laura war noch sehr jung, lebte allein in ihrer Wohnung in Schloßchemnitz. Und sie hatte ein ernsthaftes Problem: Laura war drogenabhängig, konsumierte regelmäßig Crystal-Meth. In der Folge konnte sich nicht mehr konzentrieren, war oft hektisch und vergaß Termine, die weiter reichten als der nächste Tag. Oft hatte sie Bauchschmerzen, ging aber nicht zum Arzt. Ihre Wohnung war verwahrlost, die Miete hatte das junge Mädchen schon mehrere Monate nicht bezahlt. Ein kleiner Schuldenberg türmte sich auf. Doch die Drogen blendeten ihre Probleme aus. Erst als der Vermieter mit der Räumung der Wohnung drohte, merkte Laura, dass sie ernsthaft in der Klemme steckte. Letzter Ausweg: Stephan Kämpf, Streetworker.

Der studierte Sozialpädagoge ist einer der Mitarbeiter im Domizil, einem Verein, der sich um die Probleme von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen kümmert, vorrangig in den Gebieten Altchemnitz, Schloßchemnitz und auf dem Kaßberg. Er arbeitet seit vier Jahren als Streetworker, hat einen guten Überblick über die Probleme der jungen Leute. „Laura ist einer der krasseren Fälle gewesen“, sagt er, „aber kein Einzelfall.“ Weiterlesen

In der Hitze der Stadt – das Leipziger Magazin »kreuzer« über das Sachgebiet Straßensozialarbeit

In der Hitze der Stadt

Die Streetworker der Stadt Leipzig stehen jeden Dienstagabend gegenüber vom
Hauptbahnhof und geben Essen an bedürfige Jugendliche aus. Doch die jungen
Menschen bekommen mehr als nur eine warme Mahlzeit: Lebenshilfe, Akzeptanz
und ein offenes Ohr

Ende August, es ist heiß in Leipzig. Eine drückende Schwüle hatte den Nachmittag damit verbracht, sich über der Stadt auszubreiten. Die Luft im Auto steht; nur der Fahrtwind verschafft kurzzeitige Abkühlung. Das Warten an der Ampel gerät zur Geduldsprobe, während sich der Schweiß auf der Haut zu einem klebrigen Film verdichtet.

Streetmobil: Straßensozialarbeit am Schwanenteich in der Leipziger Goethestraße

Foto: kreuzer / Franziska Barth

Benedikt, Streetworker im Leipziger Südosten, lässt sich von der Hitze nicht beirren. Während er die Ampel beobachtet, erzählt er, wie wichtig die Trennung von Arbeit und Privatleben ist. Daheim müsse man auftanken. Die Fähigkeit, Feierabend machen zu können, abzuschalten, sobald zu Hause die Tür ins Schloss fällt, sei wichtig, sagt er. »Das muss einem liegen. Aber es gibt Grenzfälle. Zum Beispiel wenn es um Kinder geht – spätestens wenn man eigene Kinder hat, ist man sensibilisiert.« Würde man das alles, die Schicksale und Bilder, mit nach Hause nehmen, wäre es irgendwann zu viel, fügt Benedikts Kollegin Annette vom Beifahrersitz aus hinzu.

Seit 17 Jahren ist Benedikt als Streetworker in Leipzig unterwegs. Er kümmert sich wie seine zehn Kolleginnen und Kollegen um jugendliche Obdachlose, Drogenabhängige und andere junge Menschen in Problemlagen. Wenn er Weiterlesen

Aus dem aktuellen Corax: Profilschärfung „13“

Der LAK MJA hat wieder einen Beitrag im Corax 6/2013, dem Fachmagazin für Kinder- und Jugendarbeit in Sachsen. Sascha Rusch aus dem Vorstand und unser Pressesprecher Dieter Wolfer haben zur Reformierung unserer fachlichen Standards für Mobile Jugendarbeit/Streetwork (PDF: 208kB) geschrieben:

Der Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V. (LAK MJA) hat seit Ende 2010 einen intensiv geführten Profilschärfungsprozess initiiert. Ausgangspunkt für die Profilschärfung des Arbeitsfeldes Mobile Jugendarbeit/Streetwork waren starke Unsicherheiten und landesweite Kürzungen in Sachsen. Diesen Prozess wollen wir hier darstellen. Wir wollen aber auch verdeutlichen, dass ein Profilschärfungsprozess einmal in Mobiler Jugendarbeit/Streetwork angestoßen, weitergeführt werden muss und somit als ein selbstverständlicher Teil konzeptioneller Qualitätsmerkmale Einzug hält, vor allem wenn Wirkungsdialog und Qualitätsstandards wirkungsvoll und nachhaltig etabliert werden sollen. Der dargestellte Prozess zeigt die Organisations- und Qualitätsentwicklung. Dies ist somit beispielgebend für andere Berufsfelder. [Auszug]

Hier ist der vollständige Artikel (PDF: 4,2MB) mit freundlicher Genehmigung des Corax Magazins. Der Abschlussbericht zum Profilschärfungsprozess (PDF: 5,5MB) ist ebenfalls nachzulesen.

Wenn die Arbeit auf der Straße lebt

Leipzigs Streetworker versuchen, Jugendliche im freien Fall aufzufangen

Sie verstehen sich als eine Art soziale Ingenieure, bauen Brücken zu jungen Menschen, die nicht mehr so einfach zu erreichen sind: Straßensozialarbeiter oder Streetworker. In Leipzig tragen etwa 35 Frauen und Männer dazu bei, dass der soziale Frieden erhalten bleibt. Zehn Kollegen kümmern sich im Auftrag der Stadt um ihre Klientel: Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren, in deren Lebensläufen Straßen- und Drogenkarrieren, Delinquenz, Gewalt und Vernachlässigung stehen.

Straßensozialarbeit Leipzig in Leipziger Volkszeitung, 28./29. Dezember 2013, Seite 17

Streetwork in der Eisenbahnstraße: Sozialarbeiterin Heike Strobel (links) sieht Praktikant Dennis Dignat (Mitte) zu, der Klamotten mit Besucherin Sabine aussucht.
Foto: Andreas Döring

Es dauert, bis Sara H.* auftaut. „Ich bin seit Ostern 2010 in der Stadt“, beginnt die 21-Jährige vorsichtig, „davor habe ich in Dresden und Nürnberg gelebt.“ Zum Teil auf der Straße. Heute wohnt Sara mit ihrem Freund zusammen, holt ihre Mittlere Reife nach und nimmt keine Drogen. Stigmatisiert wird sie trotzdem. „Weil ich gepierct bin und Zotteln habe.“ Die junge Frau deutet auf ihre Filzlocken. Damit sticht sie auch aus dem Publikum um sie herum heraus.

Eine Handvoll Klienten sitzt in der Kontakt- und Beratungsstelle Eisenbahnstraße, Hausnummer 11, auf der Couch, wäscht Wäsche oder durchkämmt das Regal, in dem sich Kleiderspenden stapeln. „Es ist eine Anlaufstelle für jeden“, kommentiert Weiterlesen

Dokumentation des sächsischen Streetworktreffens 2013 ist online

Doku SWT 2013Vom 10. bis 12. September trafen sich die Projekte – und vor allem die Menschen! – der Mobilen Jugendarbeit / Streetwork im Gut Frohberg: entstanden sind viele interessante Gespräche, Ideen, Workshops und 59 Seiten Dokumentation.

Dokumentation Profilschärfungsprozess ist komplett verfügbar

Dokumentation Profilschärfungsprozess LAK MJA Sachsen mit AnhangDas Resultat des Profilschärfungsprozesses im LAK MJA Sachsen liegt als komplette Datei (PDF: 5,5MB) vor. Wir wünschen Erkenntnisgewinn beim Lesen!

Teaser: »Der Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V. hat seit Ende 2010 einen intensiv geführten Profilschärfungsprozess initiiert. Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit dem Profil des Arbeitsfeldes war die starke Unsicherheit bzgl. der Finanzierung der landesweiten Träger der Jugendhilfe in Sachsen und die drastische Kürzung der Jugendpauschale, die direkte negative Auswirkung auf die Förderung der Projekte vor Ort hatte. Dieser Prozess wurde Profilschärfung benannt, da das Arbeitsfeld…«

(Ein Anzeigeprogramm gibt es z. B. bei Adobe Systems GmbH.)

Sachbericht Profilschärfungsprozess ist online

Sachbericht Profilschärfungsprozess LAK MJA SachsenDie Kurzversion der Dokumentation des Profilschärfungsprozesses im LAK MJA Sachsen (PDF, 579KB) ist online. Die Komplettversion mit allen Anhängen macht uns noch technische Schwierigkeiten hinsichtlich der Dateigröße (>60MB) – aber wir schaffen das. ;)